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Bibliographic data

Barr, Donald: The How and Why Wonder Book of Primitive Man. The How and Why Wonder Books. Grosset and Dunlap, 1961, 28–32.

"Was ist eine Rasse?"


[S. 28]

[rechte Spalte]

[…]

Was ist eine Rassea ?

„Rasse“ ist ein tödliches Wort. Erst zwanzig Jahre ist es her, dass sechs Millionen Juden auf Befehl des Geisteskranken Hitler ermordet wurden, weil er glaubte, dass er einer „Herrenrasse“ angehöre und seine hilflosen Opfer einer „niederen Rasse“. Das Wort „Rasse“ ist gefährlich, weil es mit sehr unterschiedlichen Bedeutungen verwendet wird, und die meisten davon sind entsetzlicher Unsinn.

Für den Wissenschaftler – den Genetiker und den Anthropologen – gibt es nur eine korrekte Bedeutung: Eine Rasse ist eine Gruppe von Menschen, die in der jüngsten Vergangenheit dieselben Vorfahren hatten und deren Körper einander relativ ähnlich sind. Mit Körpern meinen Wissenschaftler dabei die Haut, Haare, Augen, Zähne, Knochen, Blutzellen und ähnliche Dinge dieser Menschen – nicht aber ihren Verstand.

[…]

[S. 29]

[linke Spalte]

[…]

Warum sind die Rassen entstanden?

Es gibt ebenso viele verschiedene Arten menschlicher Körper wie es Orte gibt, an denen Menschen leben. Die Unterschiede sind erstaunlich. Es gibt die fast blau-schwarzen Papuas des Südpazifiks und die blass rosafarbenen Nordeuropäer. Es gibt die dicken Eskimos in Grönland und die dünnen Buschmänner der Kalahari im südlichen Afrika. Es gibt die Watussi b Afrikas, die sieben Fuß groß sind,c und die Pygmäen Afrikas, die vier Fuß messen.d Sie alle haben dieselben prähistorischen Vorfahren.

Während wir noch immer nicht sehr viel darüber wissen, wie diese Unterschiede entstanden sind, so haben wir doch verschiedene faszinierende Tatsachen entdeckt. Sie alle deuten auf denselben Umstand hin: All diese Rassenunterschiede sind Möglichkeiten den Menschen zum Spezialisten für das Leben an bestimmten Orten zu machen.

Warum sind einige Rassen dunkelhäutig?

[…]

[rechte Spalte]

[vier Schwarz-Weiß-Zeichnungen, die Köpfe von Männern unterschiedlicher körperlicher Merkmale wie Hautfarbe und Haartyp zeigt]

[S. 30]

[linke Spalte]

[sechs Schwarz-Weiß-Zeichnungen, die einen Europäer ("European"), einen "Watusi", einen Salomonen ("Solomon Islander"), einen amerikanischen Ureinwohner ("American Indian"), einen Inuit ("Eskimo") und einen Pygmäen ("Pygmy") in traditioneller Bekleidung zeigen]

[rechte Spalte]

[…]

In Gegenden wie Nordwesteuropa, wo das Sonnenlicht schwach ist und das Wetter häufig bewölkt, sind jene Menschen im Vorteil, die eine rosa-weiße Haut haben, welche nicht jenen Botenstoff enthält,e denn ihre Körper können mehr Vitamin D produzieren. Und genau dort sind die meisten rosa-weißen Menschen zu finden.

[…]

[S. 31]

[rechte Spalte]

[…]

Sind einige Rassen intelligenter?

Wie jeder andere Mensch auch ist ein Wissenschaftler stolz auf seine eigenen Leute. Aber er ist noch stolzer darauf, ehrlich zu sein. Und so haben Wissenschaftler, die andere menschliche Rassen studieren – man nennt sie Ethnologen , das ist griechisch für „Völkerbeschreiber“ – zumeist berichtet, dass egal wo man auf der Welt auch hingeht und egal wie die Menschen dort aussehen, es immer dumme und kluge gibt, doch die meisten sind etwa gleich intelligent.

Dies rührt wahrscheinlich daher, dass ein gutes Gehirn Menschen überall auf der Welt hilft, am Leben zu bleiben, daher gibt es keine Gruppe, die sich viel

[S. 32]

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schneller oder weiter entwickelt hat als eine andere, zumindest nicht oberhalb des Halses.

[…]

[rechte Spalte]

[…]

Erinnere dich immer daran: Menschen sind Menschen. Es gibt keine Menschen, die heute leben, die „den Affen näher stehen“ als andere.

[a] Siehe Glossareintrag Rasse ; die Redaktion.

[b] Im Original wird der Begriff Watusi Negroes verwendet; die ÜbersetzerInnen.

[c] Nach der Längeneinheit mit der Bezeichnung US survey foot ist ein 1 Fuß 30,5 cm (12 Zoll), demzufolge sind diese Menschen etwa 2,14 m groß; die Redaktion.

[d] Vier Fuß entspricht in etwa einer Körpergröße von 1,22 m; die Redaktion.

[e] Im vorangegangenen Absatz hatte der Autor erklärt, dass ein Botenstoff die Haut bräunt oder dunkel färbt; die Redaktion.

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