Darstellungen des Alten Ägypten im Dienste einer politischen Agenda. Die Behandlung Echnatons in ägyptischen Schulbüchern als Beispiel für islamisch-ägyptische Identitätsbildung von Teepe, Ramona (2018)

Neueste ägyptologische Forschungsergebnisse und archäologische Funde stoßen nicht nur auf öffentliches Interesse, sondern werden auch in die Darstellung des Alten Ägypten in Schulbüchern integriert. Diese Darstellungen enthalten aber nicht nur sachliche Informationen, sondern werden auch durch den aktuellen soziopolitischen Kontext bestimmt und geprägt. So behandeln Schulbücher dasselbe Thema in verschiedenen Jahrzehnten keineswegs auf gleiche Weise. Der „Ketzerkönig“ Echnaton war der Pharao Amenhotep IV. aus der 18. Dynastie (um 1350 v. Chr.). Echnaton erhob in seiner Regierungszeit den Atonkult, der um Aton in Gestalt der Sonnenscheibe als einzigen Gott kreist, zur Staatsreligion. Er erfuhr nach seiner Wiederentdeckung zu Beginn des 19. Jahrhunderts sowohl in Ägypten als auch in anderen Ländern intensive Auseinandersetzung. Viele Forscher, Künstler und Schriftsteller waren fasziniert von der Idee eines derart weit zurückreichenden Monotheismus und von der durch Naturalismus geprägten Kunst der Amarna-Zeit, der Epoche Echnatons. Wie erklären und bewerten ägyptische Schulbücher dieses Phänomen? Lassen sich Rückschlüsse von der Darstellung Echnatons auf unterliegende politische Ziele des Curriculums ziehen?

Auswahl des Themas und des Quellenmaterials

Um einen Überblick über die verschiedenen Darstellungsweisen Echnatons in ägyptischen Schulbüchern zu erhalten, wurden neun Schulbücher aus den Jahren 1926-2011 untersucht und hinsichtlich ihrer Behandlung dieses Themas verglichen. Der Fokus auf Echnatondarstellungen wurde gewählt, da dieser mit der altägyptischen Tradition brechende Pharao einen guten Anknüpfungspunkt für spätere monotheistische Religionen und besonders für heutige Ägypter bietet, die ihre altägyptische und islamische Vergangenheit als homogene Aspekte ihrer Identität zu begreifen versuchen. Die Auswahl der Quellen wurde getroffen, um einen großen Zeitraum abdecken und die Entwicklung der Darstellung nachvollziehen zu können. Andererseits spielt für einen vergleichbaren Überblick die Altersstufe der Schüler eine Rolle. Die untersuchten Schulbücher richten sich an Schüler, die das erste Jahr der Sekundarstufe besuchen (mit ca. 13 Jahren) und somit in einer für die Entstehung des politischen Bewusstsein prägenden Phase sind. 1 Das politische Bewusstsein wird neben der politischen Sozialisation durch die Familie und Freunde auch wesentlich durch die Schule als Sozialisationsinstanz beeinflusst. 2

Überblick der Echnatondarstellungen

Die Darstellung des Echnaton verkürzt sich in den Schulbüchern im Laufe der Zeit, weswegen die Darstellung des ältesten untersuchten Schulbuchs ausführlicher dargelegt wird und sich dann eine auf Unterschiede fokussierte diachrone Analyse der folgenden Quellen anschließt. Das Schulbuch Kitāb at-tārīḫ al-qadīm aus dem Jahr 1926 widmet der Darstellung Echnatons drei Seiten und stellt in dieser Untersuchung den Ausgangspunkt der Entwicklung dar. Da es sich um ein Schulbuch von 1926 handelt, sind einige Aussagen in der Forschung bereits überholt, worauf im jeweiligen Fall hingewiesen wird.

Zunächst wird in dem Schulbuch festgestellt, dass die von Echnaton initiierte religiöse Revolution zur Zerstückelung des ägyptischen Reiches führte. In dem folgenden Absatz wird kurz der familiäre Hintergrund des Pharaos beleuchtet und besonderes Gewicht auf die asiatische Herkunft seiner Mutter Teje gelegt. Echnaton wird als „absonderlich“ (ġarīb) und als seine königlichen Pflichten zugunsten seiner religiösen Studien vernachlässigend charakterisiert, sodass Zweifel an seiner Zurechnungsfähigkeit aufgekommen seien. In seinem 6. Regierungsjahr habe Echnaton sich dem Glauben an den einen Gott Aton zugewandt. Das Buch nennt als mögliche Ursachen für diese radikale Abkehr von den alten Göttern den Einfluss seiner asiatischen Mutter, die generelle Bekanntheit des Sonnengottes und eine Intrige der Re- gegen die Amunpriesterschaft. Im Folgenden werden kurz die weiteren Ereignisse geschildert: Die Namensänderung und die Verlegung der Hauptstadt nach Achet-Aton (heute: Tell el-Amarna). Diese Taten erregten, so das Schulbuch, allgemeinen Unmut in verschiedenen Bevölkerungsschichten. Berichte darüber gelangten auch zu den asiatischen Verbündeten Ägyptens. Aufgrund der starken Zentralgewalt der Pharaonen des Neuen Reiches sei es zu keinem Aufstand gekommen. Das Schulbuch verweist noch auf Verbindungen zwischen Echnatons Hymnen und Psalmen der hebräischen Bibel und die Auswirkungen der Revolution auf die Kunst. Die Darstellung Echnatons schließt mit dem Kommentar, dass sich die neue Religion nicht habe durchsetzen können und Ägypten nach Echnatons Tod wieder zur traditionellen Religion zurückgekehrt sei. Nach dem Hinweis, dass kein Herrscher seinem Volk den Glauben diktieren könne, thematisiert der Schulbuchtext die Herrschaft Tutanchamuns.

In dem Buch al-Mūǧas at-tārīḫī von 1932 wird wieder die Zerstückelung des ägyptischen Reiches, die neue Religion und Hauptstadt sowie die Namensänderung von Amenhotep IV. zu Echnaton erwähnt. Im Gegensatz zu dem Text des Kitāb at-tārīḫ al-qadīm (1926) wird hier noch auf die Tilgung der Namen anderer Götter, den Sonnentempel in Achet-Aton und die neuen religiösen Kunstmotive eingegangen. Dezidiert hält der Text Echnatons außenpolitisches „Versagen“ und seine Unbeliebtheit bei der Bevölkerung fest. Diese Themen lassen sich in den meisten anderen Schulbüchern ebenso finden. Das Buch Ḫulāṣa tārīḫ Miṣr al-qadīm wa-l-dawla al-Islāmiyya von 1949 sieht Echnaton, der darin als Philosoph und Poet charakterisiert wird, nur im Zusammenhang mit seinem durch die Revolution verursachten außenpolitischen Scheitern. Diese Ansicht wird auch in dem Schulbuch al-Ḥaḍara al-Miṣriyya fī-l-ʿaṣr al-faraʿūnī (1957) vertreten. Zusätzlich enthält dieses Buch aber auch noch eine Beschreibung des religiösen Phasenmodells, das in drei Phasen zum Monotheismus führt: Die Phase des Polytheismus, die Phase der Vorherrschaft eines Gottes und schließlich die Phase des Monotheismus. Echnatons Atonglaube wird als der dritten Phase zugehörig und somit als Hochzeit des Monotheismus dargestellt. Die Erwähnungen Echnatons in Zusammenhang mit dem Verlust der asiatischen Territorien und der Entwicklung zum Monotheismus setzt sich in allen weiteren untersuchten Schulbüchern in ähnlicher Form fort. 3 Ab 1949 werden in den Darstellungen die realpolitische Durchführung der Revolution und ihre sozioökonomischen Folgen zugunsten einer Fokussierung der monotheistischen Merkmale des Atonkultes marginalisiert.

Vergleich der Echnatondarstellungen

Feststellbar ist, dass - im Vergleich zum ältesten untersuchten Schulbuch - die Länge der Darstellung Echnatons immer weiter abnimmt. Während in den älteren Büchern noch weitere historische Informationen zu seiner Lehre und Herrschaft gegeben, wird Echnaton in den jüngeren Schulbüchern nur noch schlaglichtartig mit einer religiösen Revolution und dem Verlust einiger asiatischer Territorien in Verbindung gebracht, bevor die Geschichte – nach einem Zeitsprung von ca. 80 Jahren und 5 Pharaonen – mit Ramses II. fortgesetzt wird. Das in dem Schulbuch von 1957 erstmals eingeführte Modell der Entwicklung des Monotheismus findet sich mit Ausnahme des Schulbuchs al-Ḫaḍāra al-Miṣriyya al-qadīma (1984) in jedem der späteren Bücher. Echnaton wird als Endpunkt der altägyptischen Orientierung zum Monotheismus genannt und es wird kurz ausgeführt, dass er die Sonne mit ihren lebensspendenden Strahlen verehrte. Nur das Buch von 1926 erwähnt mehrmals die ungewöhnliche Physiognomie der Statuen Echnatons. Ein Motiv für die Einführung des Monotheismus sieht es in den asiatischen Wurzeln Tejes und der Konkurrenz der Priesterschaften. Es betont auch die große Zentralgewalt der Pharaonen. Veraltet ist, dass dieses Buch – wie einige andere auch – Tutanchamun als Schwiegersohn und nicht wie heute durch DNA-Untersuchungen nachgewiesen als Blutsverwandten 4 (und Schwiegersohn) Echnatons nennt. In den älteren Büchern wird mehrmals die Unzufriedenheit verschiedener Bevölkerungsgruppen angesichts der religiösen Revolution erwähnt, während die Umsetzung und Resonanz dieser Veränderungen in den neueren Büchern gar nicht mehr angesprochen wird. Beschreibungen der Amarnakunst, der unter Echnaton verfassten Hymnen sowie der Motivik und Inhalte seiner Religion entfallen mit der Einführung des Phasenmodells. Die folgende Formel findet sich ab 1994 in diesem Zusammenhang: „Sie [die Sonne] wurde nicht bildlich dargestellt, ihr wurden keine Götzen gestaltet und ihr wurden keine Gefährtin und kein Kind gegeben.“ 5 Dabei wird der Glauben Echnatons und der des Volkes als homogen dargestellt. 6 Die Erwähnung der abstrakten – ohne ein Bild auskommenden – Verehrung sowie die Einzigkeit Gottes erinnern auch an spätere monotheistische Religionen wie Judentum, Christentum und Islam.

Verwendete religiöse Terminologie

Relevant ist außerdem, mit welchem arabischen Wort der Sonnenkult Echnatons umschrieben wird. In einigen Schulbücher, z.B. Kitāb at-tārīḫ al-qadīm (1926), werden nur die Merkmale der Religion genannt. Doch bereits al-Mūǧaz at-tārīḫī (1932) verwendet den arabischen Begriff tawḥīd 7 zur Beschreibung der Religion Echnatons und deklariert sie somit als Monotheismus. Auch im Rahmen des Phasenmodells wird der Höhepunkt der Entwicklung immer als tawḥīd beschrieben. In der Überschrift wird jedoch das Wort waḥdāniyya 8 verwendet, womit der Bezug zu den heutigen monotheistischen Religionen – Muslime werden auch als „Volk des Monotheismus“ (ahl al-tawḥīd) bezeichnet 9 – nicht so deutlich hergestellt wird.

Die Darstellung in den Schulbüchern und der Forschungsstand

Naturgemäß sind einige Aussagen der älteren Schulbücher in der Forschung mittlerweile überholt, wie die Feststellung, dass Echnaton keinen Sohn hatte. 10 Mittlerweile gilt eine Blutsverwandtschaft zwischen Echnaton und Tutanchamun als gesichert, 11 sodass sie entweder Brüder 12 oder Vater und Sohn gewesen sein könnten. Die These der Vater-Sohn-Beziehung wird durch die Inschrift des Hermopolisblockes gestützt. Ansonsten gibt es kaum Quellen zu Tutanchamun vor seinem Regierungsantritt. 13 Im Kitāb at-tārīḫ al-qadīm (1926) wird erwähnt, dass bereits unter Amenhotep III. ein wirtschaftlicher Niedergang und „Schwund der alten Kultur“ 14 einsetzte, obwohl dies in der Fachliteratur nicht erwähnt wird. Ganz im Gegenteil wird die Herrschaftszeit des Amenhotep III. als Blütezeit mit großen architektonischen Leistungen und diplomatischem Austausch dargestellt. Unter anderem flossen viele Geldmittel in den Bau neuer Tempel und Prachtbauten. Von einem „Schwund der alten Kultur“ kann man nur insofern sprechen, als dass dem Sonnengott Re-Harachte bereits unter Amenhotep III. eine gesteigerte Bedeutung zukam. 15 Weiterhin wird Tejes Vater als Asiat bezeichnet. Er wird in der Literatur allerdings nur als Provinzbeamter bürgerlicher Herkunft und in der oberägyptischen Stadt Ipu (heute: Achmīm) ansässig identifiziert. 16 Tejes Gemahl Amenhotep III. ist aber teilweise asiatischer Herkunft, da seine Mutter, eine Mitanni-Prinzessin, seinen Vater Thutmoses IV. zur Besieglung des Bündnisses der beiden Länder geheiratet hatte. 17 Recht eindrücklich wird in dem Schulbuch von 1926 festgestellt, dass Echnaton „absonderlich in seinen Merkmalen“ war. Diese Feststellung geht auf die völlig veränderte Darstellung Echnatons im Gegensatz zu vorhergehenden und folgenden Pharaonen zurück und wird heute zumeist als Ausdruck des neuen Kunststils und nicht als Abbildung von Körperverformungen durch Krankheit o.ä. betrachtet. Dass die asiatische Herkunft Tejes einen Einfluss auf Echnatons Monotheismus gehabt haben könnte oder es sich dabei um eine politische Intrige der Re-Priester handelte, wird in der neueren Forschung nicht in Betracht gezogen. Durchgängig wird Echnatons Beschäftigung mit der Religion und die Vernachlässigung der Staatsgeschäfte als Grund für sein außenpolitisches Versagen genannt, 18 obwohl das bei näherer Betrachtung nicht haltbar erscheint. Der Grund für die innenpolitischen Schwierigkeiten waren vielmehr sozioökonomische Streitigkeiten. 19 Die neueren Bücher ( Miṣr wa-ḥaḍārāt al-ʿālam al-qadīm publiziert 2006, 2009 und 2011), bei denen es sich um die gleiche Version in verschiedenen Auflagen handelt, beschreiben den Niedergang, der auf Echnatons Regierung folgte und den Verfall der politischen Führung, die erst Haremhab wieder richtete. Die Wiederherstellung der Zustände vor Echnaton begann aber bereits mit der Restauration unter Tutanchamun (vgl. die Restaurationsstele des Tutanchamun), 20 weshalb sich nicht erschließt, warum hier nur Haremhab genannt wird. Interessant ist, dass diese Schulbücher die Vorgänger Haremhabs als „Frevler und Verkommene“ 21 beschreiben und somit eine deutliche und unwissenschaftliche Position beziehen. Im Zusammenhang mit der altägyptischen Religionsgeschichte nimmt Echnaton eine herausragende Position in dem bereits erwähnten Phasenmodell ein und wird als Vertreter eines reinen Monotheismus dargestellt. Der erste Teil der Darstellung, in der die Sonne als Lebensspender beschrieben wird, stimmt mit ägyptologischen Erkenntnissen überein. Die Erwähnung, dass es keine anderen Götter oder Götzen neben Aton gab, ist jedoch nicht so klar festzuhalten, wie das Schulbuch es vermittelt: Die Hinwendung zum Monotheismus erfolgte unter Echnaton schrittweise und lange Zeit waren andere Götter, die mit der Sonne assoziiert wurden, noch anerkannt. Ebenso spielten Echnaton und Nofretete in der neuen Religion eine sehr wichtige Mittlerrolle und werden häufig als eine Art Triade mit Aton dargestellt, was den strengen Monotheismus ebenfalls auflockert. 22 Die Aussagen, die vor allem in den neuen Büchern über die Amarna-Zeit getroffen werden, sind grundsätzlich richtig, aber stark vereinfacht, einseitig und verschärft, sodass sie die Zustände klarer erscheinen lassen, als sie aus der Sicht der heutigen Forschung sind.

Der Atonkult als Höhepunkt der religiösen Entwicklung

Aus der ägyptischen Perspektive der Schulbücher heraus wird der Sonnenkult des Echnaton als Höhepunkt einer religiösen Entwicklung benannt, die zunächst in Ägypten und danach in anderen Ländern stattfand: Nach einer Phase des Polytheismus und der Hervorhebung einzelner Götter kommt die Phase des Monotheismus, die sich in dem Atonkult der Amarna-Zeit manifestiert. Bewusst wird die neue Religion mit islamischer Terminologie beschrieben: Es gibt keine Bilder des Aton und er hat keine Gefährten, keine Familie und erscheint somit losgelöst vom ägyptischen Pantheon. Dieses Entstehungsmodell wird im islamischen Kontext angewandt, um die Entwicklung vom Polytheismus, über die Buchreligionen – wie Judentum und Christentum – zum Islam zu beschreiben. 23 Hier wird es auf Ägypten übertragen, das somit als Wiege des Islam selbst erscheint und schon lange vor Muhammad Vorläufer des „wahren Glaubens“ vorzuweisen hat. Dass die alten Ägypter selbst diesen „Aufwärtstrend“ ihrer Religionen wahrnahmen, ist nicht anzunehmen: Nach seinem Tod fiel Echnaton einer damnatio memoriae anheim, 24 sämtliche Zeugnisse seiner Religion wurden getilgt, seine Hauptstadt verlassen und man kehrte im Zuge einer umfassenden Restauration zu den Zuständen vor seiner Herrschaft zurück. Der altägyptische „Monotheismus“ deckt somit nur eine sehr kurze Zeit von einem Jahrzehnt ab und stellt keineswegs den Endpunkt der Entwicklung der altägyptischen Religion dar. Auch die Hierarchisierung der Götter ist in Ägypten vertreten, doch fällt sie nicht einheitlich aus: Je nach Gau oder Stadt wurden bestimmte Götter besonders verehrt und mit anderen Göttern in Beziehung gesetzt, bis sie teilweise auch überregionale Verehrung erfuhren. Im Neuen Reich stieg Amun sogar zum Reichsgott auf. Die endgültige Vorherrschaft erringen konnte aber nach Echnatons Herrschaft keine Gottheit mehr. Erst in der Neuzeit wurde Echnaton wieder entdeckt. Die in den Schulbüchern vertretene Auffassung von dem Atonkult als Höhepunkt der altägyptischen Religion wurde auch von dem Ägyptologen Adolf Erman vertreten. 25

Jan Assmann und vor ihm Siegmund Freud haben sich intensiv mit Ägypten als Ursprungsort des Monotheismus auseinandergesetzt und halten die Amarna-Zeit für den entscheidenden Auslöser, der später den biblischen Monotheismus begründete. 26 Sie beziehen sich dabei jedoch immer nur auf das Judentum als älteste Religion. Würde man das in den Schulbüchern propagierte Phasenmodell weiterdenken, so ergäbe sich, dass nach Echnaton der höchste Status erreicht wäre. Die Ägypter kehrten unter den nachfolgenden Pharaonen jedoch zum alten Glauben zurück. Es hieße auch, dass Judentum und Christentum ebenso wie der Islam gleichwertig der religiösen Reifephase entsprungen wären, womit dem kompromisslosen Wahrheitsanspruch monotheistischer Religionen nicht Genüge getan wäre. Echnatons religiöse Revolution, so weitreichend ihre Folgen im Nachhinein auch gewesen sein mögen, gleicht einem kurzen Ausblick, wie die altägyptische Religion sich hätte entwickeln können. Doch schlussendlich hielt der Atonkult sich aus verschiedenen ideologischen und politischen Gründen nicht und man darf in Zusammenhang der Beziehung zwischen Echnatons Glauben und dem Islam nicht mehr in die Entwicklungen lesen als die Tatsache, dass es eine Phase der altägyptischen Geschichte gab, in der die Religion den heutzutage in Ägypten praktizierten Grundsätzen des Islam nahe kam. In diesem Zusammenhang könnte man, da immerhin 10% der ägyptischen Bevölkerung Kopten sind, 27 in den Schulbüchern einen generellen Zusammenhang mit dem Monotheismus herstellen. Die islamische Färbung allerdings erscheint vom rein religionswissenschaftlichen Standpunkt her nicht angebracht. Ägypten kann als Wiege des monotheistischen Gedankens oder mit Assmann der „Mosaischen Unterscheidung“ gesehen werden, aber nicht spezifisch als Wiege des Islam.

Diskrepanz der Bewertung des religiösen und politischen Handelns Echnatons

Die religiöse Bewertung, die Echnatons Atonkult als Höhepunkt der Entwicklung zum Monotheismus erfährt, steht in starkem Gegensatz zu der politischen Bewertung seiner Herrschaft. In fast allen Büchern werden seine religiösen Studien als Grund dafür gesehen, dass er seine politischen Pflichten vernachlässigte und das Reich somit schutzlos den Feinden aussetzte. Nachfolgende Pharaonen mussten das Chaos wieder in Ordnung bringen. 28 Während die religiösen Taten von Echnaton also sehr wohl gewürdigt oder zumindest erwähnt werden, wird die sozio-ökonomische und politische Lage Ägyptens nur für die Zeit nach seiner Herrschaft thematisiert. Die wirtschaftliche Neuordnung, die große Herausforderung, die der Bau von Achet-Aton darstellte, und weitere Themen bleiben in den neueren Schulbüchern gänzlich unerwähnt. Warum wird die politische Unfähigkeit dieses religiösen Reformers derart herausgestellt? Zum einen dient das außenpolitische Chaos unter Echnaton als „Aufhänger“ bzw. Bindeglied, um mit den militärischen Erfolgen der 19. Dynastie fortfahren zu können. Andererseits begründet es auch das Scheitern des Atonkultes als Staatsreligion und steht damit im Gegensatz zu heutigen Religionen, die auch säkular integriert sind. So ist der Anspruch Muhammads als religiöser und weltlicher Führer immer wieder Thema islamischer Debatten und spielt eine große Rolle für das Selbstverständnis vieler islamisch geprägter Nationen. 29

Untersuchungsergebnisse von Botros

In seinem Aufsatz „Reconfiguring the Past“ beschreibt Atef Botros auf Grundlage einiger ägyptischer Schulbücher den Umgang mit Geschichte und nennt auch Beispiele für die Darstellung Echnatons. Allerdings liest Botros aufgrund von vier genannten Schulbüchern Tendenzen ab, die im Zuge dieser Untersuchung nicht bestätigt werden konnten. Von den vier von Botros untersuchten Schulbüchern wurden zwei im Rahmen dieser Untersuchung analysiert. Anders als Botros feststellt, erwähnen auch neuere Lehrbücher die militärischen Niederlagen Echnatons und konzentrieren sich nicht nur auf seine religiöse Revolution. 30 Auch sein Eindruck, einige Lehrbücher seien ein Angriff auf Echnatons Persönlichkeit, lässt sich nur bedingt nachvollziehen. Bis auf das Lehrbuch von 1926, das populärwissenschaftliche Informationen wiedergibt, sind alle Bücher sachlich gehalten. 31 Zu Recht aber bezeichnet Botros das Bild, das heutige Schulbücher von Echnaton zeichnen und indem viele Aspekte seiner Regierung ausgelassen werden, als beschränkt. 32

Zweck der Echnatondarstellung in ägyptischen Schulbüchern

Wenngleich eine Erwähnung Echnatons in ägyptischen Schulbüchern an sich angemessen ist, stellt sich doch die Frage, welchen Zweck die bereits beschriebene gefärbte Darstellung mit islamischem Bezug hat. Außerdem ist zu untersuchen, ob sich der Zweck, den die Darstellung Echnatons verfolgt, mit der Zeit ändert: Schulbücher verfolgen immer politische Ziele und sind, da sie oftmals von der Regierung herausgegeben werden – wie auch die zu dieser Untersuchung herangezogenen Bücher – der politischen Agenda untergeordnet. Toronto und Eissa erwähnen, dass die aktuellen ägyptischen Schulbücher dazu verwendet würden, ein spezifisch islamisch-ägyptisches Nationalbewusstsein zu schaffen. Dadurch erhoffe man sich die Abgrenzung vom allgemein islamischen Verständnis des radikalen Islamismus und den Schutz der Bevölkerung vor deren Ideen, die von allgemein islamischem Gedankengut Gebrauch machten. 33 Dem Zweck der islamisch-ägyptischen Identitätsbildung scheinen mir die Schulbücher von 1957, 1984, 1994, 2006, 2009 und 2011 auf jeden Fall zu dienen, da Echnaton zum Anknüpfungspunkt der Moderne an die alten Ägypter wird und die Verbindung von Monotheismus und Ägypten in eine sehr lange Tradition gestellt wird. Weiterhin wird damit betont, wie sehr die Ägypter in religiöser Hinsicht ihrer Zeit (zumindest in der Amarna-Zeit) voraus waren. Dieser Gedanke passt gut in ein ägyptisches Schulbuch, das die Kinder in erster Linie zu muslimischen Bürgern Ägyptens erziehen möchte und ist sicher dazu angetan, Nationalstolz zu wecken. Dass die Beziehung zwischen Echnaton und dem Islam keineswegs konkreter Natur und der Chronologie entsprechend am besten für das Judentum nachweisbar ist, spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle. Ob es eines der Hauptziele der nationalen Identitätsstiftung ist, sich speziell gegen Radikalismus abzugrenzen, sei dahingestellt. Auf jeden Fall überzeugt der spezifische Ägyptenbezug und die generelle Absicht, durch den Glanz und die Größe der Pharaonenzeit für das eigene Land zu begeistern. Auch die Erwähnung von der außenpolitischen Schwäche Echnatons dient nur als Einleitung der militärischen Erfolge der nachfolgenden Pharaonen des Neuen Reiches und wird kaum einer kritischen Reflexion der Regierungszeit Echnatons gerecht.

Die Darstellungen in den älteren Schulbüchern weisen die Verbindung zum Islam nicht auf: In dem Buch Ḫulāṣa tārīḫ Miṣr al-qadīm (1949) sind die Informationen Echnaton betreffend darauf beschränkt, dass sein Hauptinteresse der Religion gegolten habe, er eine neue Religion eingeführt habe und dabei auf politischen Widerstand gestoßen sei, der letztendlich zum Verlust von Territorien an die Hethiter geführt habe. 34 Abgesehen von der deutlichen Kategorisierung Echnatons als „Philosoph und Poet“ 35 werden die Ereignisse knapp, aber schlüssig dargestellt. Eine unsachliche Konnotation ist nicht auszumachen. Auch al-Mūǧaz at-tārīḫī (1932) begründet den Verlust der asiatischen Territorien mit der religiösen Revolution Echnatons. Dieses Buch enthält im Gegensatz zu den untersuchten nachfolgenden Büchern Informationen zur neuen Hauptstadt Achet-Aton und dem Kunststil der Amarna-Epoche. Weiterhin wird Echnaton Vernachlässigung der Regierungsaufgaben vorgeworfen, was zum Verlust der Territorien und seiner Unbeliebtheit geführt habe. 36 Die innenpolitische Schwäche, die die Hethiter ausnutzten, ist wohl eher auf die aus der Revolution resultierenden Streitigkeiten zurückzuführen als auf eine direkte Vernachlässigung der Herrschaft. Allerdings weist der Text auch in diesem Buch keine Bewertung oder wertende Konnotation auf. Das älteste untersuchte Schulbuch Kitāb at-tārīḫ al-qadīm (1926) enthält die längste Darstellung Echnatons und einige überholte Informationen sowie direkte politische Belehrungen des Schülers. Es ist das einzige Buch, das Echnaton dezidiert negativ charakterisiert, als „nicht von politischer Weisheit“, 37 „absonderlich in seinen Merkmalen“ 38 und mit „angeborenen Mängeln“ 39 behaftet. Dieses Buch sieht die Amarna-Zeit als kurze außergewöhnliche Periode, die letzten Endes aber ein Fehlschlag war und in Ägypten selbst keine Spuren hinterließ. Das Vorgehen des Echnaton wird durch die Moral als falscher Weg dargestellt, einen neuen Glauben zu propagieren. Der Grund für die Revolution an sich wird im Wesentlichen darin gesehen, dass die Ägypter durch die lange Friedenszeit Muße für solche Beschäftigungen hatten. Diese Lesart der historischen Ereignisse ist nicht auf ein islamisches Nationalverständnis gemünzt, sondern fördert das Bewusstsein für die individuelle Religionsfreiheit, was sich mit dem Säkularismus des 1922 begründeten Königreich Ägyptens unter der Muhammad Ali-Dynastie deckt.

Die Behandlung Echnatons in ägyptischen Schulbüchern als Beispiel für islamisch-ägyptische Identitätsbildung

Anhand der untersuchten Schulbuchdarstellungen Echnatons und ihrer Veränderungen über die Jahrzehnte hinweg, lassen sich deutlich die eingangs erwähnten Faktoren nachvollziehen: Der jeweilige Forschungsstand spiegelt sich in den gegebenen Informationen wider und die Darstellung wird an wesentliche neue Erkenntnisse der Wissenschaft angepasst. Darüber hinaus sind die Darstellungen Echnatons und der Amarna-Zeit in neueren ägyptischen Schulbüchern stark verkürzt und nennen im Wesentlichen lediglich die territorialen Verluste unter seiner Herrschaft und die religiöse Revolution, die nur in wenigen Sätzen erklärt wird. Der fokussierte Monotheismus wird in diesen Büchern durch Wortwahl und selektives Beschreiben von Echnatons religiöser Lehre zum Islam in Beziehung gesetzt. In dieser Verknüpfung zeigt sich der politische Subtext, der die Ausbildung eines spezifisch islamisch-ägyptischen Nationalgefühls anstrebt, das Stolz auf die Vergangenheit Ägyptens mit einschließt. Dieser Trend lässt sich ab 1957 beobachten.

Das Beispiel der Amarna-Zeit in ägyptischen Schulbüchern zeigt, wie historische Stoffe gezielt nach ihrem Potenzial für die aktuelle politische Agenda ausgewählt werden und den Schülern in einer Form präsentiert wird, die mehr oder weniger offensichtlich, bestimmte Schlüsse bereits nahelegt.

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  • Popko, Lutz: Die Restauration des Tutanchamun als Reaktion auf Echnaton, in: Berlejung, Angelika; Quack, Joachim Friedrich u.a.:Orientalische Religionen in der Antik, Bd. 2, Tübingen, 2009, 17-39.
  • Schlögl, Hermann Alexander:Ägypten vor der Gründung von Amarna, in: Tietze, Christian (Hg.):Amarna. Lebensräume - Lebensbilder – Weltbilder, Potsdam, 2008, 16-33.
  • Schmitz, Bettina: Teje, in: Helck, Wolfgang; Otto, Eberhard (Hg.): Lexikon der Ägyptologie, Bd. 6., Wiesbaden, 1986, 305-308.
  • Toronto, James A.; Eissa, Muhammad S.:Egypt: Promoting Tolerance, Defending Against Islamism, in: Abdella Doumato, Eleanor; Starrett, Gregory (Hg.): Teaching Islam. Textbooks and Religion in the Middle East, London et al., 2007, 27-52.
  • Wehr, Hans: Arabisches Wörterbuch für die Schriftsprache der Gegenwart, Wiesbaden; 5. Aufl., 1985.
  • Wenig, Steffen: Amenophis IV., in: Helck, Wolfgang; Otto, Eberhard (Hg.): Lexikon der Ägyptologie, Bd. 1, Wiesbaden, 1975, 210-219.

[1] Vgl. Mays, 2008, 169-171.

[2] Vgl. Ogris, 2006.

[3] Vgl. al-Ḥaḍāra al-Miṣriyya al-qadīm, 1984; Miṣr wa-ḥaḍārāt al-ʿālam al-qadīm, 1994, 2006, 2009, 2011.

[4] Vgl. Lexikon der Ägyptologie „Tutanchamun“, 812.

[5] Vgl. u.a. Miṣr wa-ḥaḍārāt al-ʿālam al-qadīm, 1994, 26 (Z. 15f.).

[6] Vgl. Coudougnan, 1988, 117.

[7] Wehr, 1985, 1383a: Monotheismus.

[8] Wehr, 1985, 1382b: Einzigartigkeit (Gottes).

[9] Vgl. Gimaret,“Tawḥīd”.

[10] Vgl. Kitāb at-tārīḫ al-qadīm , 1926, 42.

[11] Vgl. Lexikon der Ägyptologie, „Tutanchamun“, S. 812.

[12] Vgl. ibid., „Amenophis IV“, 214.

[13] vgl. ibid., „Tutanchamun“, 812.

[14] „al-iḍmiḫlāl kaṯra al-māl wa-l-inhimāk fī at-taraf“ und „al-ḥaḍāra al-qadīma kāna yuṣībuhā al-iḍmiḫlāl“, Kitāb at-tārīḫ al-qadīm , 1926, 40 (Z. 4ff).

[15] Vgl. Schlögl, 2008, 29-31; Bayer, 2011, 12-13.

[16] Vgl. Lexikon der Ägyptologie, „Teje – A“, 305; Forbes, 2014, 45-46.

[17] Vgl. Schlögl, 2008, 28.

[18] Vgl. z.B. Al-Mūǧaz at-tārīḫī , 1932, 29.

[19] Vgl. Gestoso, 1992, 9.

[20] Vgl. Popko, 2009, 17-39.

[21] „ʿāīṯīna wa-l-mufsidīn“, Miṣr wa-ḥaḍārāt al-ʿālam al-qadīm , 2006, 2009, 2011, 10 (Z. 22).

[22] Vgl. Hornung, 2008, 229-230.

[23] Vgl. Anselm, 2007, 79.

[24] Vgl. Assmann, 2012, 79-82.

[25] Vgl. Erman (1934).

[26] vgl. u.a. Assmann, 2000 und 1996.

[27] CIA, The World Factbook, Egypt.

[28] vgl. z.B. al-Mūǧaz at-tārīḫī , 1932, 29.

[29] vgl. Flores, 2012.

[30] Vgl. Botros, 2012, 119; Miṣr wa-ḥaḍārāt al-ʿālam al-qadīm , 2006, 2009, 2011.

[31] Vgl. Botros, 2012, 119.

[32] Vgl. Ibid., 120.

[33] Vgl. Toronto & Eissa, 2007, 32.

[34] Vgl. Ḫulāṣa tārīḫ Miṣr al-qadīm , 1949, 37.

[35] „fīlusūfan wa-šāʿiran“, s. ibid. (Z. 8).

[36] Vgl. al-Mūǧaz at-tārīḫī , 1932, 29.

[37] “lam yakun Li-Iḫnātūn min al-ḥikma as-siyāsiyya”, s. Kitāb at-tārīḫ al-qadīm, 1926, S. 40 (Z. 23).

[38] “ġarīban fī ṣiffātihi”, s. ibid. (Z. 12f).

[39] “ʿuyūbihi al-ḫilqiyya”, s. ibid., 42 (Z. 9).

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